10. Mai

10. Mai

Was mir unter anderem hilft, nüchtern zu bleiben, ist ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen Mitgliedern meiner Gruppe. So viel ist mir klar: wenn ich je wieder tränke, ließe ich sie damit im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen sitzen. Während meiner Trinkerlaufbahn kannte ich keinerlei Loyalitätsgefühle. Ich hätte mich meiner Familie gegenüber loyal verhalten müssen, tat es aber nicht. Im Gegenteil, ich ließ sie ständig dank meiner Sauferei im Stich. Dann, als ich zu A.A. kam, fand ich dort eine Gruppe von Menschen vor, die sich nicht nur um der eigenen Nüchternheit willen gegenseitig beistehen, sondern außerdem wissen, wie viel sie dem anderen damit helfen, wenn sie ihm mit gutem Beispiel vorangehen.

Halte ich meiner Gruppe die Treue?

MEDITATION

Ruhe ist dem Guten förderlich. Unruhe hingegen hinderlich. Ich sollte nichts überstürzen. Vielmehr sollte ich zunächst "stille sein und erkennen, dass Er Gott ist". Und danach sollte ich so handeln, wie Gott es mir durch mein Gewissen eingibt. Nur Vertrauen, völliges Gottvertrauen bewahrt mir meine innere Ruhe, wenn es um mich herum stürmisch zugeht. Ruhe bedeutet Vertrauen zum eigenen Tun. Ich sollte nach all dem streben, was mir dazu verhilft, mehr innere Ruhe zu erlangen.

GEBET

Ich bete, dass ich lernen möge, inneren Frieden zu finden. Ich bitte, dass ich innerlich stille werde, damit Gott durch mich wirken kann.